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Experimental Archaeology
Mag. Wolfgang Lobisser

Forschungsleistungen:

  • Archäologische Experimente zu speziellen Forschungsfragen
  • Rekonstruktion von archäologischen Schaustücken
  • Konzeption und Planung von Ausstellungsprojekten
  • Errichtung von archäologischen Freilichtmuseen

Die Experimentelle Archäologie ist in hohem Maße geeignet, unsere Vorstellungen von den technischen Möglichkeiten unserer Vorfahren auf eine lebensnahe Basis zu stellen, unsere Erklärungen und Interpretationen von Grabungsbefunden zu überprüfen.

Das Experiment setzt dort an, wo die herkömmlichen Methoden der Archäologie nicht mehr greifen und versucht, Handwerkspraktiken, technische Einrichtungen, und Arbeitsvorgänge zu erproben, zu erklären und so letztlich zu rekonstruieren.

In den letzten Jahren wurden von Mitarbeitern der interdisziplinären Forschungsplattform für Archäologische Wissenschaften (VIAS - Vienna Institute for Archaeological Science) zahlreiche archäologische Experimente zu Themenbereichen wie prähistorische Architektur, Holztechnologie, Keramikherstellung, textile Techniken, Knochen- und Geweihschnitzerei, sowie zu Leder-, Fell- und Steinbearbeitung durchgeführt.

Viele dieser experimentellen Arbeiten erfolgten im Zuge von Auftragsforschungen bei der Errichtung von archäologischen Freilichtmuseen oder im Zuge der experimentellen Erzeugung von Schaustücken für Ausstellungen und Präsentationen.

Die interdisziplinäre Forschungsplattform für Archäologie "VIAS" steht für archäologische Experimente für Ausstellungen und archäologische Freilichtprojekte als Partner zur Verfügung.

Die Vorgangsweise bei archäologischen Experimenten orientiert sich vor allem an den Naturwissenschaften, wobei für jedes Experiment eine ausformulierte Forschungsfrage als Ausgangspunkt dienen sollte, die sich meist aus der Interpretation einer aktuellen Ausgrabung, aus einem historischen Text oder einer bildlichen Darstellung ergibt.

Bei der Dokumentation setzt man auf moderne Technik, Messinstrumente, Videoaufnahmen genauso wie auf Photographien und schriftliche Aufzeichnungen. Die so gewonnenen Ergebnisse werden analysiert und mit dem bisherigen Forschungsstand verglichen, der so entweder bestätigt wird oder bei neuen Erkenntnissen entsprechend korrigiert werden muss.

Archäologische Freilichtmuseen:

"Archäologische Parks werden das Geschichtsbild unserer Kinder und Enkel vermutlich nachhaltiger prägen, als all unsere spezialwissenschaftlichen Traktate zusammengenommen." (W. Gauer)

Seit einigen Jahren beschäftigt sich VIAS auch mit der Planung, Konzeption und Errichtung von Archäologischen Freilichtanlagen.

Der Aufbau von prähistorischen Architekturmodellen in den Anlagen erfolgt unter Einsatz von Methoden der Experimentellen Archäologie.

Dadurch können hochwertige archäologische Rekonstruktionen nach dem neusten Stand der Forschung gewährleistet werden.

Unter dem Begriff "Archäologisches Freilichtmuseum" versteht man Anlagen, die dem Besucher nachgebaute Rekonstruktionen und von prähistorischen Architekturmodellen zeigen. Dabei handelt es sich zumeist um Gebäude, um technische Anlagen oder um landwirtschaftliche Komplexe, wie Schaugärten, Wiesen oder Ackerflächen.

Bei der Errichtung der Anlagen können neue Erkenntnisse zur prähistorischen Architektur, sowie zu den verschiedenen Handwerkstraditionen und Handwerkstechniken gewonnen werden.

Die Dokumentation der Aufbauarbeiten in Originaltechniken wird oft im Zuge der Bespielung der fertig gestellten Freilichtmuseen zur Veranschaulichung gezeigt.

Die Projektpartner und Auftraggeber von VIAS sind dabei zumeist Gemeinden, die ihrerseits durch die Darstellung von prähistorischen Lebenswirklichkeiten touristische Anlagen im Sinne des Bildungsauftrags einrichten wollen.

VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science
Interdisziplinäre Forschungsplattform Archäologie
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